Der Schweizer Daniel Hubmann und die Schwedin Tove Alexandersson sind die Sieger des OL-Gesamtweltcups 2015. Hubmann setzte sich auch im Finallauf in Arosa durch, während Alexandersson im Mitteldistanzrennen auf den elften Rang lief – dies nachdem sie zuerst eine falsche Laufkarte erhalten hatte.
Daniel Hubmann hat am Samstag das letzte Rennen des OL-Weltcups 2015 für sich entschieden. Beim Mitteldistanz-Wettkampf in Arosa konnte der gebürtige Thurgauer wie bereits am Vortag über die Langdistanz brillieren und sich den Tages- und Gesamtweltcupsieg sichern. Mit diesem Erfolg schliesst Hubmann eine Saison ab, die zu den besten seiner Karriere zählt. Neben drei WM-Medaillen im Sommer feiert der 32-Jährige nach 2008, 2009, 2010, 2011 und 2014 nun seinen sechsten Gewinn des Gesamtweltcups: «Der Weltcup ist für mich immer sehr wichtig, entsprechend freue ich mich sehr über den erneuten Sieg», sagte Hubmann der in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 185 Punkten auf den Zweitplatzierten Matthias Kyburz vorweisen kann. Den dritten Rang sichert sich der Norweger Olav Lundanes.
Auch bei den Frauen gab es im Finallauf keinen Wechsel an der Spitze des Gesamtklassements. Die Schwedin Tove Alexandersson, die am Freitag auf den Langdistanz-Weltcuplauf verzichtet hatte, konnte ihren Titel aus dem Vorjahr mit einer totalen Punktzahl von 540 verteidigen. Erfolgreich verlief die Saison auch für Sara Lüscher. Die Zürcherin weist auf Alexandersson einen Rückstand von 31 Punkten vor und beendet die Saison erstmals auf dem Podest des Gesamtweltcups. Für Lüscher ist dies ein unerwarteter Erfolg: «Anfang Saison habe ich nicht damit gerechnet – ich habe mir das auch nicht vorgenommen», sagte die 29-Jährige.
Dritte wurde die Ukrainerin Nadiya Volynska. Mit Sabine Hauswirth (6.), Judith Wyder (8.) und Julia Gross (9.) konnten insgesamt vier Schweizerinnen den Gesamtweltcup in den Top Ten beenden.
Beim Finalrennen im Gebiet «Maran» rund um Arosa gab es bei den Frauen eine überraschende Siegerin. Die Engländerin Catherine Taylor konnte ihren ersten Weltcup-Sieg feiern. Dies nicht zuletzt, weil zahlreiche Favoritinnen an der anspruchsvollen Strecke im alpinen Gelände strauchelten. So hatte beispielsweise die Dänin Ida Bobach grössere Routenwahlfehler begangen. Auch Sara Lüscher (3.) und Judith Wyder (5.) mussten kleinere Unsicherheiten verbuchen, die wertvolle Zeit kosteten. Mit Rahel Friederich auf dem 6. Rang zeigten die Schweizerinnen jedoch wie bereits am Samstag eine sehenswerte Teamleistung.
Unglücklich verlief das Rennen derweil für die Gesamtweltcupsiegerin Tove Alexandersson. Sie hatte am Start zuerst die Karte der Männer erhalten und musste ihren Lauf nochmals von vorne beginnen. Dass sie nur Elfte wurde, hatte jedoch keinen Einfluss auf das Gesamtklassement
Bei den Männern setzte mit Daniel Hubmann der Favorit durch. Er verwies sich im Mitteldistanzrennen den Ukrainer Ruslan Glibov auf den zweiten und den Schweizer Baptiste Rollier auf den dritten Rang. Mit dem Aargauer Matthias Kyburz auf dem vierten Rang zeigten auch die Schweizer Männer eine solide Teamleistung.
Resultate
Mitteldistanz (Final)
Männer (6,4 km/210 m HD/29 Posten): 1. Daniel Hubmann (Sz) 34:35. 2. Ruslan Glibov (Ukr) 1:04 Minuten zurück. 3. Baptiste Rollier (Sz) 1:14. 4. Matthias Kyburz (Sz) 1:19. 5. Oleksandr Kratov 1:24. 6. Thor Norskov (Den) 1:50.
Frauen (5,5/140/24): 1. Catherine Taylor (GBR) 34:13. 2. Nadiya Volynska (Ukr) 1:46. 3. Sara Lüscher (Sz) 1:52. 4. Natalia Vinogradova (Rus) 1:53. 5. Judith Wyder (Sz) 2:15. 6. Rahel Friederich (Sz) 2:29.
Weltcup-Gesamtklassement (11/11)
Männer. 1. Daniel Hubmann (Sz) 840. 2. Matthias Kyburz (Sz) 606. 3. Olav Lundanes (Nor) 384.
Frauen: 1. Tove Alexandersson (Swe) 540. 2. Sara Lüscher (Sz) 509. 3. Nadiya Volynska (Ukr) 459.
Links
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